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Wer wir sind

Die Guggenmusik „Zichfätzer“ ist eine Musikgruppe aus Endingen, die sich am 07. Januar 2012 gegründet hat. Wir sind hauptsächlich auf der Endinger Fasnet mit Arrangements aus den Genres Rock&Pop zu hören. Seit dem 26.02.2014 sind wir ein eingetragener Verein und dürfen uns Zichfätzer Guggemüsig Endingen e.V. nennen. Allgemein versteht man unter einer Guggenmusik eine stark rhythmisch unterlegte, auf ihre eigene, sehr spezifische Art gespielte Blasmusik. Da wir oft Abends unterwegs sind, liegt das Eintrittsalter bei 16 Jahren.

Im Video

Name der Guggenmusik soll verkörpert werden

Eine Arbeitsgruppe des Vereins hat sich damit auseinandergesetzt, wie das Erscheinungsbild der Guggenmusik in Zukunft aussehen soll. Eine Zich(p)fätze ist bekanntlich jemand, der „uff d‘ Zichedä goht“ – also nachts lange unterwegs ist, von Wirtschaft zu Wirtschaft zieht und gerne einmal über den Durst trinkt. Dies soll auch optisch verkörpert werden. Schnell war klar, dass man keine neue Person erfinden, sondern auf etwas Reales, Historisches zurückgreifen möchte. Beim Stöbern in der Stadtchronik stieß man auf eine Persönlichkeit, ein Endinger Urgestein, das als Rollenvorbild perfekt funktioniert. Die Zichfätzer Guggemüsig huldigt mit ihrer Larve dem Endinger Original Fideli.

Fideli – eine Zich(p)fätze durch und durch

Fidelius Bollast war Küfer- und Kellermeister der Weinkellerei Bastian. Er war von früh bis spät auf den Beinen und kümmerte sich um die großen und kleinen Fässer. Seine größte Sorge galt dem Wein. Nach der mündlichen Überlieferung soll er in den besten Mannesjahren täglich drei bis fünf Liter Wein getrunken haben. Der Wein bekam ihm offenbar gut, denn er wurde immerhin 93 Jahre alt.
Der Endinger Heimatforscher Karl Kurrus hat für Fideli eine Weinrechnung aufgestellt. Bei wechselnden Weinmengen, die Fideli in unterschiedlichen Altersstufen trank, kämen so 73 547 Liter zusammen. Er hätte also in seinem Leben dreieinhalbmal den Inhalt des großen Rathausbrunnens beziehungsweise zehnmal den Inhalt des Zimbersbrunnen ausgetrunken, der in Endingen eher als ‘s Bollaste Brunne bekannt ist, benannt nach dem berühmten Anwohner. Karl Kurrus schließt die Weinrechnung mit dem Spruch: „Wie heißt’s als bim e Alte? Des Tröpfli het ihn g’halte!“
Fideli war Gründungsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Endingen und Vorsitzender des im Volksmund genannten Bloimändigsvereins, der sich aus den Gesellen der großen Endinger Handwerkerschaft rekrutierte. In den 1860er-Jahren sind originelle Moritaten (erzählende Lieder mit dramatischem Inhalt) und Aufführungen dieser „Endinger Montagskneiper“ belegt.

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